[Rezension] Das Labyrinth des Fauns

Kann Unschuld über das Böse siegen?


Hallo, ihr Lieben. :)

Das Labyrinth des Fauns habe ich schon vor einer Weile gelesen, musste die Geschichte aber erst mal sacken lassen, um euch jetzt davon zu erzählen. Es war harte Kost, das kann ich schon mal vorweg nehmen. Aber seht selbst . . .


Viel Spaß! :D


Website des Verlags


Das Buch in drei Worten


➳Brutal


➳Mystisch


➳Traurig



Eckdaten


Autor: Cornelia Funke

Guillermo del Toro


Hardcover: 20,00 Euro


eBook: 16,99 Euro


Seitenanzahl: 318 Seiten


Verlag: Fischer


Genre: Urban Fantasy


Inhaltsangabe


Spanien, 1944: Ofelia zieht mit ihrer Mutter in die Berge, wo ihr neuer Stiefvater mit seiner Truppe stationiert ist. Der dichte Wald, der ihr neues Zuhause umgibt, wird für Ofelia zur Zufluchtsstätte vor ihrem unbarmherzigen Stiefvater: ein Königreich voller verzauberter Orte und magischer Wesen. Ein geheimnisvoller Faun stellt dem Mädchen drei Aufgaben. Besteht sie diese, ist sie die lang gesuchte Prinzessin des Reiches. Immer tiefer wird Ofelia in eine phantastische Welt hineingezogen, die wundervoll ist und grausam zugleich. Kann Unschuld über das Böse siegen?


Wie ich's fand


Wer bei "Das Labyrinth des Fauns" nach purem Fantasy Vergnügen sucht, wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Denn hier ist Fantasy meiner Meinung nach nur ein kleiner, eher nebensächlicher Aspekt. Dieses Buch handelt viel über den 2. Weltkrieg, es spielt in Spanien, im Jahr 1944.


"Das Labyrinth des Fauns" ist ein sehr trauriges Buch. Es gibt diverse Gewalt - und Todesszenen. Das ist auch der Grund, weshalb viele bereits den Film, auf den dieses Buch basiert, wegen seiner FSK kritisiert haben. Denn die Altersempfehlung ist sowohl beim Film als auch beim Buch ab 14 Jahre. Und obwohl ich selbst erst vor Kurzem 15 geworden bin und ich gut verstehen kann, warum einige Zuschauer*innen und Leser*innen von dieser Geschichte verstört wurden, bin ich gut damit klar gekommen. Nichtsdestotrotz habe ich nicht unbedingt vor den Film zu gucken, denn heftig fand ich es schon, und ich finde ein Film kann da doch noch mal intensiver sein.

An dieser Stelle sei ganz klar gesagt: Es ist nichts für schwache Nerven oder sehr zart beseidete Seelen, also überlegt euch gut, ob die Story was für euch ist. Falls ihr euch unsicher seid, ob ihr das Buch nun lesen sollt oder nicht, könnt ihr mich sehr gerne noch mal in den Kommentaren um Rat fragen oder mir per Instagram eine Nachricht schreiben. :)


Aber kommen wir erst mal zu einem durch und durch positiven Punkt: Dem Schreibstil! Dies war tatsächlich mein erstes Buch von Cornelia Funke (jep, shame on me), und jetzt bin ich noch motivierter, die Tinten-Trilogie von meinem SuB zu befreien. Cornelia Funke schreibt sehr poetisch und weiß, wie man mit Worten umgeht, mit ihnen spielt, um ein Wow-Gefühl im Leser zu erzeugen. Zumindest war das bei mir so. Ich habe mehrmals gedacht: "Wow, wie wundervoll!". Sie hat die mystische, düstere und am Ende zunehmend grausame Atmosphäre des Filmes echt toll eingefangen. :))

Die Geschichte ist abwechselnd aus Kapiteln aus der Realität und aus Märchen-Kapiteln aufgebaut. Wie real diese Märchen sind, müsst ihr selbst herausfinden . .


Die Charaktere . . nun, ich finde es schwer, mich da zu äußern. Ofelia ist eine tolle Protagonistin, auch wenn sie natürlich ein Kind ist. Es ist also eine Perspektive, mit der ich mich nur zum Teil identifizieren konnte, auch wenn ich sie fast immer gut nachvollziehen konnte (außer bei einer Aktion, da hätte ich sie am liebsten gepackt, über meine Schulter geworfen und wäre mit ihr abgehauen!!^^). Sie ist ein Bücherwurm, eine Träumerin, und flüchtet sich dementsprechend in eine bessere Welt, mit magischen Wesen . . .

Mercedes fand ich auch toll, sie war eigentlich der einzige Charakter, der noch ganz gut klar zu kommen schien, was bedeutet, dass sie eine wirklich unglaublich starke Frau ist. Und das hat sie auch mehrmals bewiesen! Ich denke, genau wie Ofelia, habe auch ich mich immer wieder an sie geklammert während all des Grauens, denn sie hat nicht aufgegeben.

Die Mutter hinegegen war ziemlich trostlos und über den Stiefvater Vidal brauche ich glaube ich gar nicht viel zu sagen; er ist einfach durch und durch ein Monster: Ein Paradebeispiel für jene Menschen, die Schuld am zweiten Weltkrieg gewesen sind.


Stichpunkt zweite Weltkrieg: Die Folgen den zweiten Weltkrieges sind fast durchgängig zu spüren, man kriegt viel vom Leid und Hungern der Menschen und der Kehrseite dessen Leben mit. Es ist ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte, dessen sollte man sich vorher auf jeden Fall bewusst sein.


Die Handlung war für mich manchmal ein bisschen verwirrend und kleinere Zusammenhänge sind mir ehrlich gesagt immer noch nicht ganz klar, aber vielleicht war das sogar so gewollt.

Nun, wie ich zum Ende stehe weiß ich nicht so richtig. Grundsätzlich finde ich es befriedigend, aber irgendwie auch überhaupt nicht. Allerdings denke ich, dass das auch zur Geschichte passt.


Fazit


Es ist schwer zu beschreiben wie ich zu dieser Geschichte stehe, denn es ist auf jeden Fall einzigartig und speziell und grausam; es hat viele Facetten.

"Das Labyrinth des Fauns" ist eine traurige, brutale & mysteriöse Geschichte, und auf eine ganz poetische Weise auch irgendwie wunderschön und auf jeden Fall berührend.


Man könnte schon von einem Meisterwerk sprechen, ich denke einfach, das Buch ist Geschmackssache. Aber wer den Mut und das entsprechende Gemüt hat, sich auf diese Geschichte einzulassen, sollte es tun!


4,5 ⭐


Über die Autorin & den Autor


Cornelia Funke zählt zu den international erfolgreichsten und bekanntesten deutschen Kinder- und Jugendbuchautoren. In ihrem Schreibzimmer hing jahrelang das Filmposter von "Pans Labyrinth" des mexikanischen Regisseurs Guillermo del Toro an der Wand. Del Toro wusste, wie sehr Cornelia Funke seine Filme liebt, seit sie ihm eine spanische Ausgabe der "Tintenwelt" für seine Kinder zukommen ließ. Als er sie schließlich bat, eine Romanfassung von "Pans Labyrinth" zu schreiben, hielt sie das für ein unmögliches Unterfangen: »Aber zu unmöglichen Aufgaben kann man nicht nein sagen!«, so die Autorin, »das wissen wir schließlich aus den Märchen. Die Aufgabe wurde eins meiner aufregendsten kreativen Abenteuer.« Cornelia Funke wurde für ihre Bücher mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Sie lebt in Malibu, Kalifornien.

Guillermo del Toro ist Filmregisseur, Drehbuchautor, Produzent und Romanautor und erhielt für sein Schaffen unzählige Preise. Mit Werken wie "Pans Labyrinth" zählt er zu den bekanntesten und erfolgreichsten Regisseuren der Welt.


Gut zu wissen


  • "Das Labyrinth des Fauns" ist ein in sich abgeschlossener Einzelband.

  • Die Geschichte beruht auf den Film "Pans Labyrinth".

  • Der Film hat FSK 16 und es gib viele Kritiker, die eher FSK 18 empfehlen.

  • Das Hörbuch ist u.a. gesprochen von Cornelia Funke höchstpersönlich und von Tom Vogt. Beide sind für sich genommen schon mega toll und zusammen waren sie gigantisch. Generell hat das Hörbuch tatsächliche die ganze Geschichte für mich aufgewertet. Ich kann euch also nur empfehlen, es zu hören, wenn euch das Buch interessiert! Denn nicht nur zwei verschiedene grandiose Sprecher kriegen wir dort angeboten, auch dauerhafte Hintergrundgeräusche, Musik und verschiedene Stimmen untermalen die Atmosphäre oder erzeugen sie vielleicht sogar erst. Ich bin begeistert! :D



Ich hoffe, euch hat meine Rezension gefallen. Glaubt ihr, das Buch ist Etwas für euch? Und was ist eigentlich dein liebstes Fantasy Buch? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen. :D

Habt einen wunderbaren Tag und bis zum nächsten Mal. Macht's gut!❤


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